Firewall für RFID-Tags
Forscher der Universität Amsterdam haben eine Firewall für RFID-Tags entwickelt. Der "RFID-Guardian" funktioniert ähnlich wie eine Netzwerk-Firewall.
Das Gerät kontrolliert die Kommunikation zwischen RFID-Tags in der unmittelbaren Nähe (etwa 1m) und den RFID-Lesegeräten im Ansprechungsbereich der Tags. Ausgehende Signale der passiven Tags werden durch die stärkeren, aktiven Signale des Guardian überdeckt.
Es handelt sich bei diesem Prototyp um eine Kombination aus aktiven Tag und Lesegerät. Die Sendefrequenz liegt mit 13,56 MHz im HF-Bereich. Der RFID-Guardian (www.rfidguardian.org) wirkt nicht nur als Störsender, sondern kann sich auch als Tag ausgeben. So könnten entsprechende Lesegeräte sich gegenüber der Firewall authentifizieren, um bestimmte Tags freizugeben. Die Lesegerätezugriffe werden in regelmäßigen Abständen protokolliert.
Aufgrund des Frequenzbereiches von 13,56 MHz können allerdings keine Schreibzugriffe verhindert werden, die keine vorausgehende Kommunikation mit den Tags erfordern. Weiterer Schwachpunkt ist die mögliche Missbrauchsgefahr die sich durch die Manipulation solcher Störgeräte ergibt.
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