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17.09.2007

RFID im Bayerischen Hauptmünzamt

Das Bayerische Hauptmünzamt (HMA) in München nutzt RFID, um die Produktion transparenter zu machen. Das HMA fertigt Münzen für den Bargeldumlauf in Deutschland und Gedenkprägungen für private Auftraggeber, sowie Münzen für internationale Kunden in der ganzen Welt.

So sensibel der Umgang mit dem Produkt, so extrem hoch sind die Ansprüche der Auftraggeber des HMA an Sicherheit und Zuverlässigkeit in den Geschäftsprozessen. Zugleich sind es die Maßstäbe für das HMA, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Münzen im bayerischen Hauptmünzamt

Dazu gehört es, alle Aspekte der Produktion nachvollziehbar zu machen. Wer hat was wann gemacht? Aus welcher Lieferung stammt das Material? Gefordert ist die vollständige Transparenz der Produktion. Es müssen also nicht nur Informationen über den Ist-Zustand vorgehalten werden, sondern auch über die Entstehung dieses Zustandes.

Die SOFTCON IT-Service GmbH lieferte für diese Anforderung eine Software-Lösung ‚LogIDSoft’. In Verbindung mit robusten, temperatur- und witterungsbeständigen RFID-Datenträgern der Firma smart-TEC, die eine eindeutige Nummer tragen, können alle Transport- und Produktionscontainer zweifelsfrei identifiziert werden. Vom Wareneingang über die Produktion und Qualitätssicherung bis hin zur Verpackung und zum Warenausgang werden die Münzmengen lückenlos verfolgt, dokumentiert und nach einem definierten Prozess verarbeitet.

Mobile LogIDSoft Clients auf Handgeräten ersetzen in der Produktion den Laufzettel auf Papier: Sie steuern und registrieren jeden Produktionsschritt. Im LogIDSoft Desktop Client auf dem PC ist der aktuelle Status des Produktionsprozesses fortlaufend transparent sichtbar. Das Münzamt kann somit schneller und effizienter planen. Außerdem kann der vorgegeben Produktionsprozess jederzeit auftrags- und lieferungsspezifisch angepasst werden. Dies führt zu einer erhöhten Prozessqualität und besseren Auslastung und Planung in der Produktion.

Die Technologie, die dahinter steckt Alle Transport- und Produktionscontainer sind mit intelligenten RFID-Datenträgern der Firma smart-TEC ausgestattet (13,56 MHz, ISO 15693). Die RFID-Datenträger werden in zwei Bauformen eingesetzt: selbstklebende smart-LABEL mit integriertem Chip für feste Container und robuste, bedruckte smart-DOME-Classic zum Anhängen an Transportcontai¬ner, die eingehen oder später versandt werden.

Der mobile Client auf den mobilen Handrechnern (unter Windows CE mit .NET Compact Framework) liest die Informationen berührungsfrei aus, ergänzt diese und übermittelt sie per WLAN an den zentralen Server. Damit sind alle wesentlichen Informationen unmittelbar mit dem Container verknüpft und können in Echtzeit ausgewertet werden.

Der Desktop Client auf den Arbeitsplatzrechnern (auf Basis der Eclipse Rich Client Plattform) bietet reichhaltige Benutzeroberflächen für die Steuerung der Produktionsprozesse und die übersichtliche Darstellung planungsrelevanter Informationen.

Der Server besteht aus plattformunabhängigen Komponenten (JAVA Application Server JBoss, Persistenzschicht Hibernate, Datenbanksystem PostgreSQL); dahinter steckt eine modellgetriebene Architektur, die maßgeschneiderte Lösungen kosteneffizient und flexibel möglich macht.

Vorteile auf einen Blick
- Produktions- und Produktinformationen sind unmittelbar am Container verfügbar
- Berührungslose, sichere und automatische Identifikation
- Keine Papierbelege
- Lückenlose Rückverfolgbarkeit
- Transparenz durch Informationen in Echtzeit
- Optimierung der Auslastung
- Verbesserte Prozessqualität und –sicherheit
- Hohe Kosteneinsparungen

Quelle: www.lifepr.de