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29.09.2008

Frisches Obst und Gemüse mit RFID

Ein System auf RFID-Basis soll in Zukunft verhindern, das Obst und Gemüse auf dem Weg in die Supermärkte verdirbt. Das Shelf-Life genannte System, das RFID mit Temperatursensoren kombiniert, wird von Forschern der Universität Bremen entwickelt.

ambient-systems
Foto: Ambient Systems

Das Team um Reiner Jedermann vom Micro Center Bremen ist dazu eine Kooperation mit dem RFID-Hersteller Ambient Systems eingegangen, dessen weiterentwickelte RFID-Tags der dritten Generation sich für die Kontrollaufgabe eignen.

Nach Angaben der US Food and Drug Association (FDA) gehen 20 Prozent aller verderblichen Nahrungsmittel während des Transports kaputt. Diesen Verlust sollen die aktiven RFID-Tags mit integriertem Shelf-Life-Modell reduzieren, wobei jeder Sorte ein individuelles Rechnenmodell zugeordnet wird. "Die Selbststeuerung logistischer Prozesse ist eines unserer Kernthemen", erklärt Jedermann. "Das Shelf-Life-Modell ist im Rahmen des Forschungsprojektes 'Intelligenter Container' entstanden. Der Praxistransfer scheiterte jedoch bislang am Preis und der Leistung marktgängiger RFID-Technologien."

Kernstück des Systems sind die Shell-Life-SmartPoints. Diese programmierten RFID-Chips sind für die Überwachung der Umwelteinflüsse während des Transports zuständig und werden vor der Verladung an den individuellen Paletten und Kisten mit verderblichen Nahrungsmitteln platziert. Über Sensoren zeichnen sie die Temperatur und andere Umweltfaktoren auf dem Weg zum Käufer auf und berechnen daraus die Qualität und Haltbarkeit der Ware. Die Berechnungsgrundlage wird dabei je nach Obst- oder Gemüsesorte angepasst, sodass in jedem Fall ein zuverlässiges Ergebnis errechnet werden kann. Der Logistikprozess wird somit nach dem Prinzip "First expire - first out" optimiert.

Sollte die Qualität der Ware unter einen definierten Grenzwert fallen, so lösen die SmartPoints automatisch einen Alarm aus. "Statt einer Flut von irrelevanten Daten erhalten Logistikunternehmen nur relevante Informationen über die Ware. Das ermöglicht es, die Nahrungsmittel entsprechend der kürzesten Lebensdauer auszuliefern. Unsere Methode hilft auf der einen Seite, Verluste zu reduzieren, und auf der anderen Seite die Profitabilität der Lieferkette zu erhöhen", so Jedermann. "Wir optimieren damit den temperaturgeführten Transport, sodass die Ware im perfekten Zustand das Kühlregal der Supermärkte erreicht."

Quelle: www.pressetext.de