RFID im Operationssaal
Siemens IT Solutions and Services testet zusammen mit dem Klinikum Rechts der Isar die Möglichkeiten, RFID im Operationssaal einzusetzen. Derzeit sind zwei beispielhafte Szenarien geplant: RFID-Tags an OP-Tüchern und zur Identifikation des OP-Teams. Die Tests laufen ab März und sollen bis Herbst 2007 abgeschlossen sein.

Eine Operation erfordert viele Geräte, OP-Textilien und Instrumente wie Skalpelle, Scheren, Tupfer oder Tücher. Es muss gewährleistet sein, dass die medizinischen Instrumente desinfiziert sind und im Operationssaal bereit liegen. OP-Textilien müssen in ausreichender Menge vorhanden sein. Mit RFID soll die gesamte Ausstattung bei einem chirurgischen Eingriff identifiziert, erfasst und dokumentiert werden. In dem ersten Testprojekt werden zunächst OP-Tücher mit RFID-Tags ausgestattet. Ein stationärer RFID-Leser liest im OP-Saal die RFID-Tags der bereitgelegten Tücher und Tupfer. Ab dem Zeitpunkt der Entnahme aus dem Lager lassen sich die Tücher und Tupfer bis zur Entsorgung im Abfall lückenlos mit RFID verfolgen. OP-Textilien können nicht mehr verloren gehen.
Das zweite RFID-Testprojekt erfasst die einzelnen OP-Akteure beim Zutritt in den Operationssaal. Jedes Teammitglied legt den Ausweis mit dem RFID-Transponder vor der chirurgischen Händedesinfektion an. Auf der Karte sind keine personenbezogenen Daten gespeichert, sondern nur rollenbezogene wie Operateur oder Anästhesist. Erst nach Abschluss des Eingriffs, also nach Verlassen des OP-Saals, gibt jedes Teammitglied den Ausweis zurück. Sämtliche Informationen wie Verlauf der Operationen oder verwendete Verbrauchsmaterialien stehen über den OP-Planungsbildschirm aktuell zur Verfügung. Zudem lässt sich die Gesamtdauer einer Operation exakt bestimmen, da Anfang und Ende des chirurgischen Eingriffs erfasst werden. OP-Kapazitäten lassen sich damit optimal nutzen und effizient auslasten.
Mehr Informationen unter www.siemens.com/it-solutions.
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