US-Bundesgefängnis führt RFID zur Überwachung der Insassen ein
Um die Sicherheit zu erhöhen und um Häftlinge automatisch zu überwachen, führt das Minnesota Department of Corrections (DOC) jetzt ein RFID-Tracking-System ein.

Anfang des Monats gab das DOC bereits bekannt, das es in ihrer Einrichtung in Lino Lakes, in der 1300 Insassen ihre Strafe absitzen, ein Tracking-System einführen will. Ein Sprecher des DOC weist darauf hin, das solche Systeme in anderen Gefängnissen in Minnesota bereits im Einsatz sind. Der in Minneapolis ansässige Hersteller von Sicherheitssystemen Crowly ist Hauptpartner des Projektes und liefert das Monitoring-System, Alanco Technologies aus Arizona liefert das RFID-System.
"Das Alanco-System ist sehr leistungsfähig und kann die Arbeitsweise in Gefängnissen verändern", sagt Greg Oester, Präsident von Alanco Technologies." Das System reduziert erwiesenermaßen Gewalt in Gefängnissen..Die Insassen wissen, dass sie überwacht werden, und verhalten sich entsprechend." Ein wesentlicher Vorteil sei aber auch, dass Wärter sich nicht mehr ausschließlich um die Überwachung kümmern müssen und frei für andere Tätigkeiten werden.
Das Tracking-System basiert auf aktiven Transpondern, und schlägt Alarm, wenn es zu einer heiklen Situation wie z.B. ein Kampf zwischen Häftlingen kommt. Die Häftlinge tragen die RFID-Transponder am Handgelenk, während die Wärter Pager-ähnliche Geräte bei sich führen, die alle 2 Skunden ein Signal an ein Lesegerät senden. Die gelesenen Informationen werden durch eine proprietäre Applikation an ein Master-Terminal sowie an Terminals, die sich an strategisch günstigen Positionen befinden, weitergereicht.
Was eine Alarm-Situation darstellt, muss vorher festgelegt werden. Z.B. könnte ein Annähern von weniger als 10m an einen Zaun eine Ausnahme auslösen. Ebenso kann das Aufeinandertreffen von zwei rivalisierenden Banden-Anführern als Gefahrensituation definiert werden.
Wenn es zu einer Gefahrensituation wie einem Kampf oder das Entfernen des RFID-Bandes kommt, wird dieses visuell und akustisch vom Überwachungssystem angezeigt. Das System zeigt die Position des Geschehens an und identifiziert nahe Wärter und involvierte Häftlinge.
Bei verdächtigen Personen kann eine Echtzeit-Überwachung rund um die Uhr durchgeführt werden. Jede Bewegung wird dabei verfolgt, und Netzwerke offengelegt. Zudem könnten aber auch bei Diabetes-Patienten die Medikamentengabe kontrolliert werden.
Die Kosten für das Überwachungssystem belaufen sich auf eine halbe Million US-Dollar. Das System soll Ende Juli 2007 eingeführt werden.
Quelle: www.computerworld.com
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