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RFID-Frequenzen

Hinsichtlich der Frequenz können RFID-Systeme folgendermaßen eingeteilt werden:

Low Frequency (LF, 30-500 KHz): Dieser Frequenzbereich ist größtenteils frei zugänglich (kleiner 135 KHz) und zeichnet sich durch geringe Übertragungsraten und Übertragungsabstän-de aus, die Systeme sind durch den einfachen Aufbau kostengünstig. Durch den Einsatz geringer Leistungsstärken von unter 10 mW sind sie anmelde- und gebührenfrei. Die Transponder arbeiten im Nahfeld der elektromagnetischen Wellen, und können somit durch induktive Kopplung passiv mit Energie versorgt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Miniaturisierbarkeit, wodurch als Einsatzgebiet z.B. die Tieridentifikation in Frage kommt.

High Frequency (HF, 10-15 MHz): Das HF-Band kann universell eingesetzt werden und zeichnet sich durch hohe Übertragungsraten und eine hohe Taktfrequenz aus. Die Technik ist aufwendiger aber auch flexibler einsetzbar da kein direkter Sichtkontakt zur Basiseinheit bestehen muss. Smart Labels arbeiten in der Regel auf einer Frequenz von 13,56 MHz. Durch die kurze Wellenlänge sind nur noch wenige Antennenwindungen erforderlich. Die Antenne lässt sich deshalb kostengünstig auf Folie drucken, auf der anschließend der Chip befestigt wird.

Sehr Hohe Frequenzen (UHF + Microwave, 433 MHz, 850-950 MHz, 2.4-2.5 GHz): Diese Systeme haben sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und Reichweiten (3?6 Meter für passive Transponder; 30 Meter und mehr für aktive Transponder) und sind unempfindlich gegenüber elektromagnetischen Störfeldern. Aufgrund der kürzeren Wellenlängen genügt als Antenne ein Dipol anstatt einer Spule. Von Nachteil sind die höheren Kosten der aktiven Transponder und die größeren Bauformen. Da die Transponder dieses Frequenz-Bandes überwiegend im Fernfeld der elektromagnetischen Wellen arbeiten, wird i.d.R. eine Stützbatterie zur Energieversorgung benötigt. In diesem Zusammenhang muss auch noch erwähnt werden, dass gewisse Frequenzbereiche im Mikrowellenbereich noch nicht kostengünstig erschlossen sind aber auch örtlichen Zulassungsbeschränkungen unterliegen können. Beispielsweise ist die UHF-Frequenz 915 MHz in Europa nicht zugelassen.

» Übertragungsverfahren