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Savants und Middleware

Beim Auslesen von RFID-Tranpondern fallen sehr hohe Datenvolumen an. Dass gerade beim Bulk-Read, also beim gleichzeitigen Auslesen ganzer Paletten, Lesefehler entstehen, verwundert nicht. Zudem kommt eine schlechte Kompatibilität unterschiedlicher Tagfabrikate mit Lesegeräten verschiedener Hersteller. Um diese Leseprobleme in den Griff zu bekommen, ist man auch hier bestrebt, Standards zu schaffen. Obwohl bereits für Lesegeräte ein EPC-Standard besteht, kommt es in der Praxis immer wieder zu Unverträglichkeiten von Lesegeräten und RFID-Tags. Zurzeit ist man hier noch auf Erfahrungswerte bei der Kombination angewiesen.

Der erste Schritt einer Lösung im Zusammenhang mit Lesefehlern wurde durch das Konzept der Savant-Server realisiert. Dies sind spezielle Rechner, auf denen eine Middleware läuft. Die Rechner steuern und überwachen RFID-Lesegeräte gruppenweise und nehmen deren Rohdaten in Empfang. Bevor die Daten an das Warenwirtschaftssystem des Unternehmens weitergegeben werden, können diese gefiltert werden. Beispielsweise können so doppelte Lesungen erkannt und aussortiert werden. Die Savant-Server stellen aber auch das Bindeglied zu den EPC Datenbanken (EPC Information Service) dar. Der Aufbau eines solchen Systems ist nachfolgend dargestellt:

Savant-Rechner im EPC-Netzwerk. Quelle: c't 12/05

Der Betrieb von Savant-Rechnern setzt entsprechende Middleware voraus. EPCglobal stellt im Internet eine Entwicklungsplattform auf Open-Source Basis für Anbieter solcher Middleware bereit. Auch hier ist man bemüht, einheitliche Schnittstellen zu schaffen. Allerdings gehen die großen Entwickler wie z.B. SAP, Oracle, Microsoft, IBM und Sun mit ihren Hardwarepartnern derzeit noch eigene Wege bei der Entwicklung von RFID-APIs.