Pilotprojekt in Essen: Galeria Kaufhof führt RFID ein

Die Kaufhof Warenhaus AG führt in ihrer Filiale in Essen RFID ein. In der Abteilung für Herrenoberbekleidung sind rund 30 Tausend Artikel im Rahmen eines Pilotprojektes mit RFID-Smartlabeln ausgestattet worden.

Galeria Kaufhof

Die Technologie hilft dem Unternehmen, Abläufe zu beschleunigen und die Warenverfügbarkeit zu erhöhen. Vor allem aber ist das Ziel, mithilfe innovativer Anwendungen die Kundenzufriedenheit weiter zu erhöhen. "Durch den Einsatz von RFID bei unserer Vertriebsmarke Galeria Kaufhof bieten wir den Kunden ein völlig neuartiges Einkaufserlebnis und einen deutlich besseren Service", sagt Zygmunt Mierdorf, Mitglied des Vorstands der METRO Group.

Die METRO Group setzt RFID bereits seit 2004 entlang der gesamten Logistikkette und im Lagermanagement ein. Im Rahmen der Future Store Initiative testet das Handelsunternehmen zudem seit Jahren innovative Anwendungen für den Verkaufsraum. Mit dem Pilotprojekt in der Galeria Kaufhof Essen kommt nun auch der Kunde in den Genuss der weit reichenden Vorteile und Möglichkeiten der RFID-Technologie. Im Gardeur-Shop der Essener Filiale sorgen Intelligente Umkleidekabinen, Regale und Spiegel für ein völlig neues Einkaufserlebnis: Beispielsweise erkennt die Intelligente Umkleidekabine das Kleidungsstück via RFID und liefert über ein integriertes Display nützliche Informationen wie Preis, Material und Pflegehinweise. Im nächsten Innovationsschritt, der noch in diesem Jahr vollzogen wird, informiert das System die Kunden auch über ergänzende Produkte. Das System zeigt dann beispielsweise welches Hemd besonders gut zur Hose passt. Darüber hinaus informiert das System über weitere verfügbare Größen und Farben. Der Kunde erhält so eine zusätzliche, umfassende Beratung, ohne die Kabine verlassen zu müssen.

Die RFID-Technologie bietet dem Kunden noch weitere Vorteile: Die Mitarbeiter können über tragbare Lesegeräte, sogenannte Mobile Assistenten, ganz einfach feststellen, wo sich bestimmte Artikel auf der Verkaufsfläche befinden. Auch die Warenverfügbarkeit lässt sich mit der Technologie optimieren: Auf Knopfdruck können Mitarbeiter prüfen, wie viele Artikel vorrätig sind und Ware frühzeitig nachordern. "Mithilfe von RFID wollen wir erreichen, dass jeder Artikel künftig für unsere Kunden noch besser verfügbar ist", sagt Dr. Uwe Schlick, Mitglied des Vorstands der Kaufhof Warenhaus AG.

Damit der Kunde von den vielen Möglichkeiten der Technologie profitieren kann, hat die METRO Group alle Produkte im Bereich der Herrenoberbekleidung der Essener Galeria Kaufhof – rund 30.000 Artikel – mit RFID ausgestattet. Ein zusätzliches Etikett ist mit einem RFID-Transponder versehen, auf dem der Elektronische Produktcode (EPC) gespeichert ist. Diese Nummer verweist autorisierte Nutzer über eine spezielle Software auf Informationen in einer Datenbank. Dort sind zum Beispiel Angaben über Hersteller, Größe oder Preis gespeichert. Personenbezogene Daten werden mithilfe von RFID nicht erhoben. Auf Wunsch des Kunden wird der Smart Chip nach dem Bezahlen entfernt. RFID-Lesegeräte, die unter anderem an allen Übergängen von Lägern in den Verkaufsraum und an der Kasse installiert wurden beziehungsweise in den innovativen Anwendungen integriert sind, können den EPC ohne Berührung und Sichtkontakt erfassen.

www.galeria-kaufhof.de

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