Laser-Technik als Alternative zu RFID

Es muss nicht immer RFID sein. Die Bayer Tochter BTS präsentiert auf der diesjährigen Hannover Messe ein Verfahren auf Laser-Basis, dass Produktfälschungen verhindern soll. Die Deutsche Messe AG verlieh dafür den "Hermes Award".

"Protexxion" stellt eine Komplettlösung für die fälschungssichere Identifikation von Gegenständen und Verpackungen dar. Das System beruht auf dem patentierten Verfahren von Ingenia Technology Ltd., dem Laser- Oberflächenauthentifizierungssystem (LSA).

Bei diesem Verfahren wird jedem Produkt schon während der Fertigung ein "Fingerabdruck" entnommen. Da jedes Produkt eine individuelle, natürliche Oberflächenstruktur aufweist, erhält man durch Lesegeräte entlang der Lieferkette jederzeit eine eindeutige Zuordnung.

Da der Seriencode naturgegeben ist und nicht in einem Schritt eines Herstellungsverfahrens hinzugefügt wird, ergeben sich bestimmte Vorteile gegenüber anderen Auto-ID-Verfahren: Herstellungsprozesse müssen nicht umgestellt werden, es müssen keine speziellen, kostspieligen Tags an den Produkten angebracht werden, sehr hohe Eindeutigkeit, sowie Neutralität hinsichtlich des Privatlebens.

Das Laser-Abtastverfahren beruht auf dem optischen "Fleck"-Phänomen. Mikroskopische Unebenheiten auf der Oberfläche führen zu einer komplexen Streuung des Laserstrahls. Die gescannte Mikrostruktur der Oberfläche weise für jedes Objekt eine einzigartige Kombination von Merkmalen auf, die wegen ihrer komplexen Struktur nicht gefälscht werden können, und sich auch durch eine gewisse Abnutzung nicht verändern. Jeder Fingerabdruck belegt zwischen 125 und 750 Byte Speicherplatz. In einer linearen Fertigungsstrasse können Gegenstände mit einer Geschwindigkeit von bis zu 4 Metern pro Sekunde erfasst werden.

Der "Hermes Award" ist mit 100.000 Euro dotiert. Er wird jährlich verliehen und im Rahmen der Messeeröffnung überreicht.

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