RFID-Pässe in Sekunden geknackt

Die erste Generation von E-Pässen, die in Belgien zwischen 2004 und 2006 ausgegeben wurde, ist extrem unsicher. Das haben belgische Forscher der Catholic University of Louvain jetzt aufgedeckt. In wenigen Sekunden war es ihnen gelungen, die auf den Pässen gespeicherten sensiblen Daten unbemerkt auszulesen.

Zu den Daten, die offengelegt wurden, gehörten das Pass-Foto des Ausweisinhabers sowie dessen digitalisierte Unterschrift. Die Generation von E-Pässen, die ab Mitte 2006 ausgegeben wird, soll wesentlich schwieriger zu entschlüssen sein, das behauptet jedenfalls die belgische Regierung. Das Verschlüsselungsverfahren Basic Access Control (BAC), das dabei zum Einsatz kommt, soll unauthorisieren Zugriff verhindern. Da sich der maschinenlesbare Code aber aus Geburtstag, Ablaufdatum und Passnummer zusammensetzt, könnte dieser durch Erraten relativ leicht herausgefunden werden, so die Ansicht des belgisches Forscherteams. Das Team fordert nun, die Pässe der ersten Generation wieder zurückzuziehen, und für die zweite Generation Zufallszeichen in den maschinenlesbaren Zugriffsschlüssel einzufügen.

Quellen: www.dice.ucl.ac.be + www.heise.de

Ähnliche News

Ski-WM 2007 in Schweden mit Clavister-Firewalls abgesichert Ã…re / Hamburg (pressrelations) - Clavister, professioneller Hersteller IP-basierter Security-Lösungen, wurde in diesem Jahr für die Alpine Ski Weltmeisterschaft in Schweden als Partner für die IT-Sicherheit ausgewählt. Der Hersteller wurde mit der Installation der Clavister-Firewalls, die während der WM vom 3. bis zum 18. Februar 2007 in Ã…re i...
Kosten und Nutzen von RFID in der Logistik Die VDI-Gesellschaft Fördertechnik Materialfluss Logistik hat eine Richtlinie zur Kosten- und Nutzenbewertung von RFID-Systemen in der Logistik veröffentlicht. Damit soll kleinen und mittelständischen Unternehmen eine nachvollziehbare Methodik zur Bewertung an die Hand gegeben werden. Der Entwurf der neue Richtlinie VDI 4472 Blatt 4 "Kosten-Nutzenbewertung von RFID-Systemen in...
RFID-Robotor im Katastropheneinsatz Forscher der Universität Freiburg haben ein System entwickelt, das für den Einsatz in Katastrophengebieten konzipiert wurde. Roboter mit passives RFID-Tags sorgen für eine Kartierung des Gebietes und senden Informationen an eine Kommandozentrale. RFID-Robotor der Universität Freiburg Bereits nach dem Hurrikan Katrina im August 2005 wurden wichtige Informationen zu Gebäud...
RFID sorgt für mehr Platz im Gefängnis Um der Überfüllung in britischen Gefängnissen entgegenzuwirken, sollen Gefangenen jetzt RFID-Chips unter die Haut injektiert werden. So ausgestattet sollen sie dann auf "Hausarrest" gehen, das berichtet der Independent. Die britische Regierung möchte mit RFID-Implantaten eine Alternative zu den herkömm- lichen elektronischen Fuß- fesseln schaffen. Diese w...
Gratis eLearning-Kurse über RFID RFID4U bietet auf seiner Internetseite zwei gratis eLearning-Kurse zum Thema RFID an. Zum einen wird ein Grundlagenkurs für Anfänger angeboten, der zweite Kurs thematisiert die vom US-Department of Defense (DoD) auferlegten Richtlinien für Lieferanten. Beide Kurse sind in englischer Sprache verfügbar und dauern ca. zwei Stunden.
1 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 5
event_note

account_box Redaktion


folder