Sturmschäden mit RFID und GPS aufnehmen

Im Rahmen des Projektes Mobility@forest wird ein mobiles Geoinformationssystem entwickelt, das der Aufnahme forstwirtschaftlicher Schäden nach einer Naturkatastrophe dienen soll. Als Markierungstechnik wird RFID eingesetzt, als Positionierungstechnik GPS und Galileo.

A forest

Zur Optimierung der Wertschöpfungskette in forstlichen Anwendungen wird im Rahmen des durch das Bundesministerium für Wirtschaft geförderte Forschungsprojekts Mobility@forest eine neuartige IT-Infrastruktur für mobile Forstarbeitsplätze entwickelt. Durch den Einsatz standardisierter Geodienste soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden vereinfacht werden. So können z. B. Kartierungen von Flora-Fauna-Habitat Gebieten vor Ort durchgeführt, an unterschiedliche Behörden – bis hin zur Europäischen Ebene – übermittelt und dort entsprechend weiterverwendet werden.

Damit besteht die Möglichkeit, nach einem schweren Sturm oder anderen Naturkatastrophen die Schäden mobil aufzunehmen. Zukünftige Anwender markieren mit Hilfe eines mit Kartenmaterial ausgestatteten mobilen Endgerätes, das über eine Positionierungs- und Markierungstechnik (GPS, GALILEO, RFID) verfügt, die betroffenen Flächen. Dieses mobile Endgerät soll sowohl eigenständig (offline) als auch über eine drahtlose Internetverbindung (UMTS, GPRS) nutzbar sein. Im Online-Modus ist das mobile Geoinformationssystem mit seinem stationären Gegenstück verbunden, so dass alle Eingaben vor Ort sofort auch in der Verwaltung zur Verfügung stehen und dort weitergeleitet oder verarbeitet werden können.

Die fünf Projektpartner, ATB – Institut für angewandte Systemtechnik Bremen GmbH, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA), Institut für Bodenkunde und Standortslehre an der Technischen Universität Dresden, Reimesch Kommunikationssysteme GmbH und PRO DV Software AG arbeiten derzeit gemeinsam an der Konzeption der neuen Systemlösung und bereiten die ersten Arbeitspakete vor. Eine weitere Idee ist, diese neuartige Möglichkeit des Informationsaustausches auch auf andere Projekte im Öffentlichkeitsbereich, z. B. den Katastrophenschutz anzuwenden.

PRO DV, die mit dem deutschen Notfallvorsorge-Informationssystem deNIS IIplus im Bereich Katastrophenschutz marktführend ist, setzt mit ihrem Engagement in diesem und anderen Forschungsprojekten einen weiteren Baustein, um Know-how und Kompetenz im Bereich Zivile Sicherheit kontinuierlich auszubauen. So ist es zukünftig denkbar, behördliche Aufgaben wie z. B. eine bisher eher aufwändige und teure Waldbrandüberwachung mit Flugzeugen, durch den Einsatz von automatischen Temperatursensoren wesentlich zu optimieren.

Quelle: www.prodv.de

 

Ähnliche News

RFID-Radio gestartet Professoren und Lehrbeauftragte der Academia RFID in Kanada starten mit ihrem RFID-Radio einen Podcast zum Thema RFID. Die Sendungen sind als Livestream oder Downloads in englischer und französicher Sprache verfügbar. Die Autoren Harold Boeck, Ygal Bendavid und Samuel Fosso Wamba sind allesamt Lehrende der Academia RFID, einem herstellerunabhängigen RFID-Trainings- und Zertifizieru...
Kostenlose Studie zu Potentialen von RFID in der Logistik Das Institut für Betriebstechnik und angewandte Arbeitswissenschaft an der Universität Bremen (BIBA) hat eine neue Studie zu den Potentialen der RFID-Technologie und möglichen Anwendungsbereichen in logistischen Prozessen veröffentlicht. Der Download im PDF-Format ist kostenlos, die gedruckte Version erhält man gegen eine Gebühr von 20 Euro. Neben Grundlagen und der D...
Siemens mit Schwerpunkt RFID auf Euro ID 2007 Siemens zeigt auf der diesjährigen Euro ID 2007 wie die automatische Identifikation für den Material- und Warenfluss aussehen kann. Die internationale Fachmesse für automatische Identifikation findet vom 8. bis 10. Mai in Köln statt. Ausstellungsschwerpunkte sind die Identifikationsprodukte zu den zukunftsträchtigen Technologien Data Matrix Code und RFID. Hierbei handelt e...
WiFi Hase liest aus RFID-Buch vor Das Unternehmen Violet präsentiert auf der diesjährigen CeBit in Hannover einen WiFi-Hasen namens Nabaztag. Dieser liest eine Geschichte vor, sobald er sich in Reichweite eines Kinderbuches befindet. Nabaztag, der WiFi Hase Dass der WiFi Hase, Nabaztag, spricht, hat er schon auf vielfache Art und Weise bewiesen. Er liest das vor, was sein Besitzer hören will. News, Wettervorhersag...
EU erteilt allgemeine Freigabe für die Nutzung von UWB-RFID (BUSINESS WIRE) Heute wurde eine Harmonisierungsentscheidung der Europäischen Kommission umgesetzt, welche die verpflichtenden Rahmenbedingungen für die Verwendung von Ultrabreitband Technologie (UWB) in den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vorgibt. UWB ist eine Funktechnik für den Nahbereich, basierend auf dem Senden von Impulsen auf Niedrigenergieniveau, verteilt &u...
1 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 5
event_note

account_box Redaktion


folder