Der elektronische Produktcode (EPC)

Der elektronische Productcode, kurz EPC, ermöglicht eine weltweit eindeutige Identifikation von Produkten. Dazu enthält er eine Nummer, die einem Hersteller eindeutig zugeordnet ist. Ein so genannter Object Name Service (ONS) ordnet der EPC-Seriennummer eine Internet-Adresse in Form einer URL zu, die auf eine Objektbeschreibung des Herstellers im PML-Format verweist. Somit können Informationen über getagte Produkte jederzeit über das Internet abgerufen werden. Die Entwicklung erfolgt durch die Organisation EPCglobal in Massachusetts, USA.

Der EPC ist kompatibel zum Nummernsystem der internationalen Artikelnummer EAN. So lässt sich ein vorhandener Datenbestand weiterführen. Die EAN ist aber nicht Voraussetzung für die Nutzung des EPC. Um eine weltweite Eindeutigkeit zu gewährleisten, werden – wie auch schon bei der EAN – Nummernkontingente vergeben. Diese lassen sich über die EPCglobal Länder-Repräsentanzen, also den GS1-Organisationen, beziehen.

Vom EPC existieren 64 Bit- und 96 Bit-Varianten, letztere sind derzeit weiter verbreitet. Die Ziffernfolge der 96 Bit-Version besitzt die folgende Grundstruktur:

Electronic Product Code Typ 1
01.000A89.00016F.001169DCO
Header
8 Bit
Domain-Manager
28 Bit
Objekt-Klasse
24 Bit
Seriennummer
36 Bit

Der EPC wird in verschiedene Teile zerlegt, die jeweils einen eigenen Zuständigkeitsbereich haben:

  • Der Header legt fest, welches EPC-Kodierungschema angewendet wird. Die nachfolgende Struktur kann deshalb variieren.
  • Der Domain-Manager beinhaltet eine Basisnummer, die Auskunft über die Herkunft bzw. den Hersteller gibt.
  • Die Objekt-Klasse enthält die Nummer einer Oberklasse, die dem Objekt zugeordnet ist (z.B. Apfelsaft 0,75 Liter, Tetrapack). Die Nummer entspricht der EAN-Artikelnummer.
  • Die Seriennummer ist die fortlaufende Nummer eines bestimmten Produktes wie z.B. die einzelnen Apfelsaftflaschen eines Herstellers.

Mit der Einführung des EPC in der Wertschöpfungskette wird im Wesentlichen das Ziel verfolgt, die Transparenz hinsichtlich der Herkunft und dem Verbleib von Waren zu erhöhen. Nicht nur der Gesetzgeber fordert neuerdings diese Transparenz. Vorteile ergeben sich vor allem im Hinblick auf eine weltweite Vernetzung von Warenströmen.

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