RFID im E-Commerce – ein Modelabel ist positiv überrascht

Immer noch ist RFID-Technik beim E-Commerce keine Selbstverständlichkeit. Viele Unternehmen entscheiden sich sehr bewusst gegen den Trend, andere stehen der Technik offen gegenüber. Zu den Befürwortern und zu den Vorreitern gehört das Modelabel Zara, was von der RFID-Technik positiv überrascht ist. Für Zara bedeutet RFID einen tief greifenden Wandel, den es zu nutzen gilt. Genau das macht das erfolgreiche Modeunternehmen mit mehr als 2000 Filialen in 64 Ländern.

Ein guter Start

2014 begann das spanische Modeunternehmen damit, RFID-Technik in den Geschäftsablauf einzubauen. Zunächst nur in 700 Filialen der Kette testete Zara, ob es funktioniert, das System mit RFID-Technik auszustatten. Der Pilotversuch erstreckte sich zunächst nur auf die Geschäfte im Heimatland Spanien, in Österreich, Großbritannien, Portugal und in drei Ländern in Skandinavien. Da das Echo überwiegend positiv ist, sollen auch alle anderen der mehr als 2000 Filialen ebenfalls mit RFID arbeiten.

Viele Vorteile

RFID im E-Commerce - ein Modelabel ist positiv überraschtDer RFID-Chip ist nicht bei allen Unternehmen beliebt. Händler wie Walmart haben sich bewusst gegen RFID-Technik entschieden. Anders denkt das Modeunternehmen Gerry Weber darüber und auch die amerikanische Warenhauskette Macy´s ist von RFID angetan und nutzt diese Technik schon länger. Es sind die vielen Vorteile, die auch Zara jetzt für sich nutzt. Das gilt beispielsweise für die Bestandsaufnahme der eigenen Lagervorräte. Diesen Bereich kann Zara jetzt effizienter gestalten und um 80 Prozent beschleunigen. Auch die Mitarbeiter profitieren von der neuen Technik, denn sie sind in der Lage, schneller auf die Anfragen der Kunden zu reagieren. Alle Artikel, die Zara im Sortiment hat, bekommen in den Lagerhallen einen RFID-Chip. Damit ist die komplette Lieferkette bis hin zum Verkauf an den Kunden zu jeder Zeit trackbar.

Auch im Kassensystem

Das Nachverfolgen der Ware vom Lager bis zum Verkauf in Echtzeit, das ist nur einer der Vorteile von RFID. Zara nutzt die Technologie ebenfalls beim Kassensystem und auch in diesem Bereich sind die Erfahrungen durchaus positiv. Die RFID-Technik ist mit dem Kassensystem der jeweiligen Filiale verbunden. Das ermöglicht, dass einzelne Artikel beim Checkout getrackt werden. Das System erkennt, wenn bestimmte Artikel zur Neige gehen, und informiert sofort die Mitarbeiter darüber. Die Zeit für die Nachbestellungen habe sich dank RFID-Technik halbiert, teilte Zara sehr zufrieden mit.

Virtuelle Kabinen

Zara testet die RFID-Technik auch in Form von virtuellen Umkleidekabinen. In den Shops liegt in den Kabinen ein iPad und die Kunden können das Tablet nutzen, wenn sie neue Kleidungsstücke anprobieren möchten. Die Umkleidekabine müssen sie dafür nicht mehr verlassen und das lästige An- und Ausziehen entfällt. Noch gibt es diese Kabinen nicht in allen Filialen, aber Zara arbeitet daran.

Für große Modeketten wie Zara, die viele Filialen in mehreren Ländern haben, lohnt sich die moderne RFID-Technik ganz besonders. Sie können sowohl die Lagerhaltung als auch das Kassensystem effizienter gestalten, das wiederum entlastet das Personal. Für den Kunden ist es durch RFID-Technik einfacher geworden, denn er kann jederzeit erfahren, ob es einen bestimmten Artikel vielleicht im Lager oder in einer anderen Filiale gibt. Die gewünschte Auskunft erteilen die Mitarbeiter mit nur einem Mausklick, da sie dank RFID-Technik stets einen genauen Überblick haben.

Beitragsbild: depositphotos.com / 6013043@9albln

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