Forschungslabore gründen weltweite RFID-Allianz
Weltweit arbeiten Wissenschaftler an der Verbesserung der organisatorischen Abläufe in Transport und Produktion - bisher eher vereinzelt denn koordiniert. Das soll sich nun ändern.
Am 1. Mai 2007 haben sich die weltweit wichtigsten Forschungslabors, die sich mit dem Einsatz von RFID (radio frequency identification) und weiteren RF-Themen wie Sensoren und Ortungstechniken beschäftigen, zu einer globalen Allianz zusammengeschlossen. Ein Gründungsmitglied kommt mit dem LogDynamics Lab aus der Universität Bremen. Ziel der "Global RF Lab Alliance" ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den RF Labs zu fördern. Der Fokus der neuen RF-Gemeinschaft liegt auf der Anwendung von RF-Technologien in den Bereichen Handel, Automobil- und Luftfahrt- und pharmazeutische Industrie sowie Logistik.
"Hier hat sich eine Spitzengruppe von RF Forschungslaboren zusammengetan. Bei guter Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses können wir den Bereich der RF Technologie fördern und realistische, wirtschaftliche Probleme effizienter und schneller lösen", sagt Dieter Uckelmann, Leiter des LogDynamics Labs der Uni Bremen. Bill Hardgrave, Direktor des RFID Research Center and der University of Arkansas und Geschäftsführer des Information Technology Research Instituts, ergänzt: "Mit der zunehmenden Verbreitung der RF Technologien wird es immer wichtiger, dass die Forschung über die Grenzen der einzelnen Labs hinausgeht". Neben dem Bremer LogDynamics Lab gehören u.a. zu den Gründungsmitgliedern: Center for Food Distribution and Retailing der University of Florida, Georgia Institute of Technology; Chinese Academy of Science (Beijing), Hong Kong University of Science and Technology, LIT Korea - Pusan National University (Süd-Korea).
Um die Fortschritte der Forschung zu dokumentieren, wird die Global RF Lab Alliance ein "International Journal of RF Technologies: Research and Applications" veröffentlichen. Das Journal wird von Taylor & Francis, einer der weltweit führenden Verleger für akademische Journale herausgegeben. Die erste Ausgabe ist für 2008 geplant. "Die Global RF Lab Alliance wird zusätzlich gute Möglichkeiten für einen Austausch von Professoren und Dozenten, sowie Bildungsmöglichkeiten für Studierte, Absolventen und Doktoranten bieten. Studenten und Fakultäten können an Forschungsaktivitäten anderer Bündnismitglieder teilnehmen" fügt Uckelmann hinzu.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)
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