Schlauchbeutelverpackungen mit RFID-Chips

Schlauchbeutelverpackungen mit RFID-Chips können bei kleinen, einzelnen Chargen die Prozesssicherheit erhöhen. Vor allem hochwertige, medizintechnische und pharmazeutische Produkte profitieren davon.

Verpackungmaschine

Paletten, Boxen oder Kartons werden in logistischen Prozessen bereits mit Transpondern versehen. Die Integration von RFID-Tags in Schlauchbeutelverpackungen hingegen ist bisher im praktischen Einsatz wenig erprobt. Dabei könnten Funkchips gerade für sensible oder hochwertige Güter wie medizintechnische und pharmazeutische Produkte, die in kleinen Mengen gefertigt und in Schlauchbeuteln verpackt werden, einen möglichen Zusatznutzen für die Prozesssicherheit darstellen. Dies erläutert Guido Denninger, Leiter Marketing & Vertrieb bei dem Unternehmen Schneider-Kennzeichnung, in der Rubrik ‚Expertenwissen‘ der aktuellen Juliausgabe von "RFID im Blick".

"Da der sich ändernde Markt eine immer größere Produktvielfalt fordert, ist eine höhere Flexibiltät von Verpackungsmaschinen bei der Verarbeitung von kleinen, einzelnen Chargen bis herunter zu Einzelstücken wie im Ersatzteil- und Servicebereich, gefragt", weiß der Fachmann. Dies trifft beispielsweise bei sehr hochwertigen oder sensiblen Gütern zu, die gut geschützt, luftdicht oder steril zu verpacken sind, wie medizintechnische und pharmazeutische Produkte. Dies geschieht in Schlauchbeutelverpackungen oder besser Beuteln, welche aus einem Endlosschlauch produktabhängig passend hergestellt werden.

Mittels spezieller Verfahren sei es laut Denninger grundsätzlich möglich, RFID-Transponder bereits während des Verarbeitungsprozesses auf Schlauchbeutelmaschinen in die Verpackung zu integrieren. Den wesentlichen Vorteil sieht der Experte neben dem Lesen ohne Sichtkontakt in der Speicherung größerer Datenmengen. "So könnten auch sensorische Daten wie Temperatur, Licht oder Bewegung mit RFID-Transpondern erfasst werden. Damit ließe sich nicht nur rückverfolgen, wann welches Produkt von wem mit welchen Eigenschaften verpackt wurde, sondern auch dessen Zustand beziehungsweise Einwirkungen darauf". Generell könnte RFID so zur Sicherung der Produkt- und Prozessqualität und damit zur Vermeidung von Regressansprüchen durch Qualitätsbeeinträchtigungen beitragen, ist der Vertriebsleiter überzeugt. Die Einsatzmöglichkeit von RFID müssten jedoch grundlegend, wie bei jedem geplanten RFID-Projekt, auf zahlreiche Einflussfaktoren wie etwa bestimmte Materialeigenschaften hin geprüft werden. Und nicht zuletzt gelte es die Kosten gegenüber dem Nutzen abzuwägen.

Quelle: www.pressebox.de

Ähnliche News

SMS Liftticket von DIMOCO geht in den Vollbetrieb Brunn (pts) - Das von DIMOCO, dem internationalen Mobile Service Anbieter, entwickelte SMS-Liftticket geht am Zaug Semmering in den Vollbetrieb und ermöglicht Kunden aller Mobilfunkanbieter Skitickets mit dem Handy zu kaufen. Begeisterte Skifahrer, die Kunden von A1, ONE, paybox oder T-Mobile sind, können ihr Liftticket ab sofort per SMS bestellen und bezahlen. Neben einer innovativen Re...
RFID-Robotor im Katastropheneinsatz Forscher der Universität Freiburg haben ein System entwickelt, das für den Einsatz in Katastrophengebieten konzipiert wurde. Roboter mit passives RFID-Tags sorgen für eine Kartierung des Gebietes und senden Informationen an eine Kommandozentrale. RFID-Robotor der Universität Freiburg Bereits nach dem Hurrikan Katrina im August 2005 wurden wichtige Informationen zu Gebäud...
Fraunhofer präsentiert die mitdenkende Wohnung Intelligente Lebensassistenzsysteme stehen im Mittelpunkt der Präsentation des Fraunhofer IESE auf der diesjährigen CeBIT in Hannover. Eine Miniaturausgabe des institutseigenen Assisted-Living-Labors gibt Besucherinnen und Besuchern interessante Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung auf diesem hoch praxisrelevanten Gebiet. Ziel ist es, älteren und hilfsbedürftigen Mens...
RFID-Sicherheitssystem überwacht Herzschlag Ein neues Sicherheitssystem von Third Eye schlägt Alarm, wenn in Casinos, Banken oder Läden der Puls der Angestellten zu rasen beginnt. Das könnte nämlich einen möglichen Überfall anzeigen. Das System mit dem Namen Security Alert Tracking System (SATS) ist noch nicht am Markt verfügbar, kann aber bereits bestellt werden. Für kundenspezifische Anpassungen wi...
Fingerabdrücke in deutschen Pässen Die Bundesregierung will nun die EU-Regelung aus dem Jahr 2004 umsetzen. Danach sollen im Pass neben Foto auch Fingerabdrücke digital gespeichert werden. Seit Ende 2006 werden bereits biometrische Reisepässe ausgegeben. Ein RFID-Chip speichert dabei persönliche Daten sowie das Lichtbild. Um Fingerabdrücke zu speichern, bedarf es aber noch der Zustimmung der Passbehörden. P...
1 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 51 vote, average: 5,00 out of 5
event_note

account_box Redaktion


folder