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Übertragungsverfahren

Man unterscheidet grundsätzlich Voll- und Halbduplexverfahren sowie sequentielle Verfahren.

Vollduplexverfahren: Bei diesem Verfahren findet die Datenübertragung vom Transponder in Richtung Lesegerät zeitgleich mit der Datenübertragung vom Lesegerät zum Transponder statt. Befindet sich ein Transponder im Ansprechbereich, wird kontinuierlich und unabhängig von der Datenübertragung Energie übertragen. Die Datenübertragung erfolgt per Lastmodulation oder moduliertem Rückstrahlenquerschnitt bzw. sub- oder anharmonisch.

Halbduplexverfahren: Erfolgt die Datenübertragung vom Transponder in Richtung Lesegerät abwechselnd mit der Datenübertragung vom Lesegerät zum Transponder, bezeichnet man das als Halbduplexverfahren. Die Energieübertragung erfolgt wie beim Vollduplexverfahren kontinuierlich. Der Transponder ist mit einem Kondensator bestückt, der sich durch die Energieübertragung auflädt und den Chip mit Spannung versorgt. Während der anschließenden Datenübertragung zum Lesegerät entlädt sich der Kondensator wieder. Dieser Zyklus von Aufladung und Datenübertragung des Transponders wiederholt sich, solange das System aktiv ist. Das Halbduplexverfahren wird hauptsächlich bei induktiv gekoppelten Systemen eingesetzt und bietet einen höheren Wirkungsgrad als das Vollduplexverfahren bei allerdings auch höheren Kosten.

Sequenzielle Verfahren: Bei der sequenziellen Datenübertragung legt das Lesegerät periodische Pausen in der Energieübertragung ein, währenddessen der Transponder seine Daten senden kann. Man spricht deshalb auch von gepulsten Systemen. Das Lesegerät hingegen sendet seine Daten während der Energieübertragungsphase.

Weiterhin kann man unterscheiden zwischen unidirektionaler oder bidirektionaler Datenübertragung. Einfache Systeme wie z.B. reine Identifikationssysteme benötigen lediglich eine Kommunikationsmöglichkeit in Richtung Lesegerät, um eine Identifizierungsnummer, Seriennummer etc. zu senden. Ein Ansprechen des Transponders ist nicht möglich. Sollen weitere Daten aus einem Speicher des Transponders übermittelt werden, erfolgt die Kommunikation bidirektional. Die Tags sind somit auch einzeln ansprechbar.

Die eigentliche Datenübertragung erfolgt, wie bei einem Modem, durch Modulation und Demodulation des Übertragungssignals. Bei RFID-Systemen kommt am häufigsten die Lastmodulation zum Einsatz. Hierbei wird durch einfaches Ein- und Ausschalten eines Lastwiderstandes die Spannung des Nutzsignals verändert, zur Datenrückgewinnung wird das Signal auf der Empfangseite wieder demoduliert.